myavr.CHKRonline.de

Informationen und Projekte Rund um die Mikrocontroller-Programmierung
von myAVR (ATmega8), STM32 (Cortex-M3/4) und Raspberry Pi (ARM11)

Der Autor

Christian KrügerChristian Krüger, ursprünglich aus dem Altenburger Land stammend, wohnt heute in Nürnberg. Nach seinem Studium der Informations­technik an der West­sächsischen Hochschule in Zwickau, ist er heute Software Entwickler für ein­gebettete Systeme. Seine Berufung fand er im Dienst für seine Kollegen als Teamleiter bei ISCUE.

Die größte Leidenschaft Christians ist es, die Schönheit unserer Welt einzufangen und weiter­zuerzählen. Dies gelingt ihm mit Hilfe seiner Kamera. Seine Fotos und Videos sind auf Instagram und seiner Webseite zu betrachten.

Für seine Zukunft freut sich Christian auf erinnerungs­würdige Reisen, begeisterungs­fähige Menschen und viele neue Erfahrungen.

CHKRonline.de

Facebook Profil

Twitter Profil

XING Profil

myAVR Board MK2

Bei dem myAVR Board MK2 USB handelt es sich um eine Entwicklungsplatine, die besonders für die Lehre und das Selbststudium geeignet ist. Das Board beherbergt neben einer 5V Spannungsversorgung und einigen Eingabe- und Ausgabeelementen, einen Mikrocontroller der Firma Atmel. In der Grundausstattung handelt es sich dabei um den ATmega8, welcher sich vor allem durch eine kleine Stromaufnahme und einfache 8-Bit-Architektur auszeichnet. Der Prozessor kann jedoch auch gegen andere Modelle getauscht werden, was bei größeren Programmen auch nötig wird. Das Board stammt von der Laser & Co. Solutions GmbH aus Sachsen. Es lässt sich dort mit allem nötigen Zubehör zusammengesetzt erwerben. Wer mag, kann sich den Spaß aber auch selbst löten. Entsprechende Dokumente finden sich auf der Webseite des Herstellers.

myAVR Board MK2 USB mit ATmega8L und mySmartUSB MK2

Der Funktionsumfang des Mikrocontrollers ist umfangreich. Neben einer Anzahl GPIO-Kanäle, bietet er unter anderem Pulsweitenmodulation (PWM), Timer, Analog-Digital-Wander (ADCs), einen Watchdog und eine Reihe von Kommunikationskanälen (UART, SPI, TWI). Die Dokumentation findet sich auf der Webseite von Atmel. Standardmäßig wird der ATmega8 von einem externen 3,6864 MHz Quarz getaktet. Mit einem Lötkolben lässt sich dies aber schnell ändern. Ich habe den Oszillator gegen ein paar Präzisionsbuchsen getauscht, so dass ich entsprechend des eingesteckten Mikrocontrollers wechseln kann, beispielsweise gegen einen 16 MHu Quarz bei einem ATmega328P.

Auf der Platine im Huckepack wird der Programmer mySmartUSB MK2 getragen. Dieser programmiert über das ISP-Interface den Flash-Speicher des ATmega. Der Programmer ermöglicht zudem die serielle Kommunikation zwischen Board und Computer. Dank eines Serial-to-USB Konverters lässt sich das ganze Board am USB-Port betreiben, eine RS232-Schnittstelle ist nicht nötig. Das ist praktisch, denn der ATmega8 hat kein JTAG-Interface, wodurch ein Debugging des Maschinencodes unmöglich ist.

Neben dem myAVR Board MK2 USB bietet der Hersteller auch andere Boards, sowie Erweiterungen, Dokumentationen und Software zur Programmierung an. Um eine umfangreiche Datenausgabe zu ermöglichen habe ich zu dem Board gleich das myAVR LCD-Addon gekauft.

myAVR LCD Add-On

Die Programmierung des ATmega8 ist auf verschiedenen Wegen möglich. Von der Laser & Co. Solutions GmbH gibt es zu diesem Zweck gleich mehrere Entwicklungsumgebungen. Für einen schnellen Einstieg habe ich mich für das myAVR Workpad Plus entschieden, welches die Programmierung in Assembler, C, und Basecom erlaubt. Wer etwas mehr Geduld hat, kann das Ganze aber auch mit dem Atmel-Studio erledigen. Anfang 2011 bin ich bei der Entwicklung auf Eclipse mit der AVR-Eclipse Erweiterung umgestiegen. Das Paket bietet vor allem auf Seiten des Texteditors umfangreichere Möglichkeiten als das myAVR Workpad Plus, und ist gleichzeitig als OpenSource-Software kostenlos. Den gestiegenen Komfort erkämpft man sich freilich mit einer komplizierteren Einrichtung.