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Informationen und Projekte Rund um die Mikrocontroller-Programmierung
von myAVR (ATmega8), STM32 (Cortex-M3/4) und Raspberry Pi (ARM11)

Der Autor

Christian KrügerChristian Krüger, ursprünglich aus dem Altenburger Land stammend, wohnt heute in Nürnberg. Nach seinem Studium der Informations­technik an der West­sächsischen Hochschule in Zwickau, ist er heute Software Entwickler für ein­gebettete Systeme. Seine Berufung fand er im Dienst für seine Kollegen als Teamleiter bei ISCUE.

Die größte Leidenschaft Christians ist es, die Schönheit unserer Welt einzufangen und weiter­zuerzählen. Dies gelingt ihm mit Hilfe seiner Kamera. Seine Fotos und Videos sind auf Instagram und seiner Webseite zu betrachten.

Für seine Zukunft freut sich Christian auf erinnerungs­würdige Reisen, begeisterungs­fähige Menschen und viele neue Erfahrungen.

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Hardware Guide

USB-Boot

Grundsätzlich ist für den Raspberry Pi das Booten von der SD-Karte vorgesehen. Diese wird beim Starten als erstes Gerät angesprochen und beinhaltet daher den Bootloader sowie das eigentliche Betriebssystem, sei es Raspbian oder ein anderes Linux Derivat. Das komplette Starten von einem anderen Medium unterstützt der Raspberry Pi nicht. Es gibt jedoch die Möglichkeit, das Systemlaufwerk zu ändern, beispielsweise von der SD-Karte auf einen USB-Stick bzw. eine USB-Festplatte.

Welche Vor- und Nachteile bringt das? Theoretisch betrachtet, sollte der Zugriff auf eine SD-Karte für den Raspberry Pi viel schneller möglich sein, als über USB. Immerhin hängt die SD-Karte direkt am BCM2835 ARM11 Mikroprozessor, während USB noch durch einen Hub-Chip geschickt wird (gilt nur für Model B). In der Praxis ist es jedoch häufig so, dass die verwendete SD-Karte langsamer ist. In meinem Fall ist es so, dass meine SD-Karte eine Lesegeschwindigkeit von etwa 15 MB/s und eine Schreibgeschwindigkeit von 4 MB/s erreicht. Mit einer externen USB-Festplatte erreiche ich dagegen rund 25 MB/s lesend und schreibend. Der Einsatz eines USB-Mediums als Systemlaufwerk sollte also zu einer Steigerung der Geschwindigkeit führen. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Anbindung von USB-Laufwerken am Raspberry in der Regel zuverlässiger ist, als die der SD-Karte. Näheres dazu in meinem Artikel über die SD-Karte.

Negativ ist dagegen, dass ein zusätzliches Bootmedium auch eine zusätzliche Fehlerstelle einführt. Zudem muss das USB-Medium während des Betriebs eingesteckt und aktiv bleiben. Bei einer 2,5" Festplatte sorgt das nicht nur zur Verdoppelung der Größe des Raspberry Pi, sondern auch zu jeder Menge Kabelsalat für Hub, externe Stromversorgung usw..

Denoch habe ich den Versuch unternommen, und meine Raspbian Installation von einer 16 GB SD-Karte auf eine externe 320 GB 2,5" Festplatte umgezogen. Der Vorgang ist relativ einfach und setzt man mehrere SD-Karten ein, besteht keine Gefahr, das aktuelle System zu beschädigen. Im Ergebnis fühlt sich für mich Raspbian deutlich schneller an. Das System bootet schneller und reagiert insgesamt sehr viel fixer, sobald Daten geladen werden.

Wie man Raspbian auf eine USB-Festplatte umzieht, ist hier sehr gut beschrieben: http://www.forum-raspberrypi.de/Thread-tutorial-benutzung-eines-usb-sticks-oder-einer-usb-platte-anstelle-der-sd-karte